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Die Geschichte unserer Kirche

Einiges aus der Geschichte Ückendorfs und den Bau unserer Pfarrkirche St. Josef

In Ückendorf entsteht die erste katholische selbständige Pfarrei

Am 22. Januar 1894 wird im Amt Ückendorf die erste katholische Pfarrei errichtet. In der Errichtungsurkunde steht als Präambel:

„Im Hinblick auf den weiten Umfang der katholischen Pfarrgemeinde Wattenscheid und auf die stets wachsende Zahl der Pfarrangehörigen ist eine Theilung der genannten Pfarrgemeinde ein dringendes Bedürfnis geworden. Es wird deshalb nach Anhörung und beziehungsweise nach erfolgter Zustimmung der zur Sache Beteiligten und Berechtigten verordnet und festgesetzt wie folgt..."

Die Errichtungsurkunde umfasst nur vier Artikel und ist mit Datum vom 22. Januar 1894 vom Paderborner Bischof Dr. Hubertus Simar unterzeichnet. Damit war Carl Lüthen zum ersten Pfarrer in Ückendorf ernannt.St. Josef um 1900

Ückendorfs Katholiken bauen sich ihre Pfarrkirche St. Josef

Ückendorfs Katholiken und der Kirchbauverein ließen bei der bischöflichen Behörde in Paderborn wegen eines Kirchbaus nicht mehr locker. Durch das preußische Ansiedlungsgesetz von 1876 waren die Zecheninhaber verpflichtet, öffentliche Einrichtungen, und dazu zählte auch eine Kirche, mitzufinanzieren. Den Zechen gehörte damals in Ückendorf viel Grund und Boden. Und so kam es, dass die Gelsenkirchener Bergwerks AG den Ückendorfer Katholiken das Grundstück an der Ecke Ückendorfer/Südstraße (spätere Virchowstraße) schenkte. Dieses Grundstück gehörte früher zum Brüggemannschen Hof. Zuvor aber wurde auf diesem Grundstück das Pfarrhaus gebaut, das 1893 von Vikar Lüthen bezogen werden konnte.

Baumeister wurde Lambert von Fisenne (vollständiger Name: Lambert Heinrich Hubert Joseph Maria Freiherr von Fisenne). Er erstellte die Baupläne, nachdem ein erster Entwurf von Baurat Güldenpfennig aus Paderborn nicht die Zustimmung der Baukommission fand. Aber auch von Fisenne hatte so seine Problemchen mit den kirchlichen Behörden. In der Sitzung des Vorstandes des Kirchbauvereins vom 6. Mai 1894 erklärte sich der Baumeister mit den gewünschten Änderungen aus Paderborn einverstanden und somit konnten die Ausschreibungen der Arbeiten zum Kirchenneubau erfolgen.

Die ersten Wahlen für die kirchlichen Körperschaften (Kirchenvorstand und Gemeindevertretung) fanden am 06. und 08. August 1894 statt. In der ersten Kirchenvorstandssitzung, die bereits am 20. August 1894 stattfand, konnten die Arbeiten für den Kirchenneubau vergeben werden.

Der Auftrag für die Erd- und Maurerarbeiten ging an die Firma Weinrich aus Bochum-Weitmar, die mit den Arbeiten auch sofort begann. Nur einige Tage nach der Vergabe der Arbeiten erfolgte am 29. August der erste Spatenstich. Baumeister v. Fisenne hoffte, noch vor dem Winter mit den Grundmauern fertig zu sein.

Der Grundstein wird gelegt

Nach kaum drei Monaten Bauzeit waren die Fundamente gelegt und die Mauern waren bereits so hoch, dass der Grundstein gelegt werden konnte. Am 11. November 1894 war es so weit. Links vor dem späteren Hochaltar wurde der Grundstein in einer Feierstunde von Pfarrer Lüthen eingelassen und er trägt die Aufschrift: „SANCTE JOSEF O. P. N. 1894," o. p. n. steht für ora pro nobis und heißt: bitte für uns. Die Urkunde, die in den Grundstein eingelegt wurde, enthält die Namen von Papst Leo XIII, von Kaiser Wilhelm II, von Bischof Hubertus Simar, von Pfarrer Carl Lüthen und Amtmann Adalbert Cramer. St. Josef mit Hain

Zum Bau einer Kirche gehörte damals wie heute viel Geld. Mit der Summe, die der Kirchbauverein und das Kleine Grollmannsche Testament erbracht hatten, war der Kirchbau natürlich nicht zu bezahlen. Es wurde ein Darlehen von 150.000 Mark bei der Sparkasse in Ahaus aufgenommen. Warum gerade in Ahaus/Westf. und nicht bei der Sparkasse des Amtes Ückendorf, darüber gibt die Chronik uns keine Auskunft.

In den kommenden Monaten ging der Bau der Pfarrkirche zügig voran, obwohl die Finanzierung arge Sorgen bereitete. Wegen möglicher Bergbauschäden wurde der 66 Meter hohe Kirchturm, der damals schlanker und höher war als heute, dadurch verstärkt, dass die zur Orgelempore führenden Wendeltreppen nach außen hin angebracht wurden. Außerdem mussten besondere Verankerungen eingebaut werden, die man zum Teil heute noch im Querschiff sieht.

Für die Inneneinrichtung der Kirche stellte der Kirchbauverein 22.000 Mark zur Verfügung, davon wurden der Hochaltar, der 3.923 Mark gekostet hat, die Turmuhr, Kirchenbänke, Leuchter, Sakristeischrank und Traghimmel bezahlt. Auch das Geld für die Bronzeglocken mit den Tönen h, d, e und fis, die beim Meister Hamm in Frankenthal gegossen wurden, stellte der Kirchbauverein zur Verfügung. Sie trugen die Namen Josef, Maria, Barbara und Karl. Die letztgenannte Glocke wurde von Pfarrer Lüthen gestiftet. Die drei großen Chorfenster - Geburt Christi, Auferstehung und Pfingsten - waren ebenfalls ein Geschenk.

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Das große Ziel ist erreicht:St. Josef, innen
Die Pfarrkirche St. Josef Ückendorf ist erbaut

Endlich war der große Tag gekommen, auf den alle Ückendorfer Katholiken (ca. 9.000) seit vielen Jahren mit großer Opferbereitschaft hingearbeitet hatten.

Am 06. Oktober 1896 konnte unsere Pfarrkirche St. Josef vom Paderborner Weihbischof Dr. Augustinus Gockel feierlich eingeweiht werden.

Die Emscher-Zeitung berichtete am 07. Oktober 1896:

Ueckendorf, 6. Okt. (Kircheinweihung)
Gestern nachmittag traf Herr Weihbischof Dr. Gockel von Paderborn hier ein, um die neue katholische Kirche einzuweihen und die Firmung zu spenden. Die Einweihung der Kirche fand heute morgen in der üblichen Weise statt.
Es ist ein monumentaler, im gotischen Stile errichteter Bau, zwar etwas einfach, aber doch von gefälligen Formen. Mit Rücksicht auf die stete Zunahme der Bevölkerung in hiesiger Gegend ist dieselbe sehr geräumig gebaut. Sie zählt zu den größten der Umgegend. Die äußerst solide und vorsichtige Verankerung des Baues wurde von der Gelsenkirchener Bergwerks Aktiengesellschaft unentgeltlich geliefert. Ebenso wurden die Bauplätze sowohl zu dieser als auch zu der vor einigen Jahren erbauten evangelischen Kirche von derselben Gesellschaft geschenkt.
Nach der kirchlichen Feier fand im Timpe’schen Saale ein Festessen statt, an welchem sich ungefähr 200 Personen aus allen Ständen beteiligten.

Nach der Konsekration der neuen Kirche und des Hoch-Altares, in dem die Reliquien des hl. Gregor, der hl. Theodora und des hl. Orarius ruhen, wurde das Allerheiligste in einer feierlichen Prozession aus dem Betsaal an der Bochumer Straße ins neue Gotteshaus getragen, wo das erste Messopfer gefeiert wurde.

Am 19. September 1899 starb Pfarrer Carl Lüthen, der fast 11 Jahre lang, erst als Kaplan, dann als Pfarrer in Ückendorf gearbeitet hatte. Er wurde nur 55 Jahre alt und wurde auf dem „Alten Friedhof“ begraben. Am 11. Januar 1900, die Gemeinde zählte inzwischen 10.385 Seelen, wurde der neue Pfarrer, Georg Roether, feierlich in sein Amt eingeführt.

St. Josef, innen Die kommenden Jahre waren geprägt von der Weiterentwicklung des bisher Geschaffenen. 1902 wurde die alte Orgel durch ein neues Instrument mit 30 Registern, gefertigt von der Firma Eggert aus Paderborn, ersetzt. Im Jahr 1912 wurde die große Sakristei mit der Heizungsanlage im Keller, den Ankleideräumen für Priester und Meßdiener sowie einem Paramentenraum im Erdgeschoß gebaut. Im Obergeschoß war ein Versammlungsraum und ein Bücherraum der Borromäusbücherei eingerichtet. Die Inneneinrichtung des Erdgeschosses präsentiert sich heute dem Besucher im wesentlichen noch so wie 1912.

Mitten in den Kriegswirren des ersten Weltkrieges starb am 31. Juli 1916 Pfarrer Georg Roether im Alter von nur 53 Jahren. Am 05. Dezember 1916 wurde der neue Pfarrer, Wilhelm Siebers, bisher Pfarrvikar an St. Elisabeth in GE-Heßler, in sein neues Amt eingeführt.

Im Mai 1917 mußte die Gemeinde die Orgelpfeifen aus Zinn für Rüstungszwecke abliefern; am 16. Juli wurden die vier Bronzeglocken zur Einschmelze abgeholt, die 21 Jahre in Ückendorf die Gläubigen zum Angelus-Gebet und zum Gottesdienst gerufen hatten. Selbst die Blitzableiter aus Kupfer wurden nicht verschont. Die Jahre 1917 und 1918 waren für die Menschen, vor allem im Ruhrgebiet, schreckliche Not- und Hungerjahre. Im November 1918 hatte der unheilvolle Krieg, der Leid, Elend und Trauer gebracht hat, ein Ende und die Menschen versuchten einen Neuanfang.

Die große Seelenzahl der Gemeinde St. Josef machte den Neubau einer weiteren Kirche unbedingt erforderlich. In der Kirchenvorstandssitzung vom 29. Dezember 1919 wurde der Kauf eines Grundstücks von den Erben Erwig beschlossen. Dieses Grundstück an der Bochumer Straße sollte als Bauplatz für eine neue Kirche dienen. Gleichzeitig wurde bei einer gerichtlichen Versteigerung ein Nachbargrundstück erworben, um auch Platz für eine Vikarie zu haben. Am 02. Oktober 1929, ein großer Tag für Ückendorf, wird die neue Kirche, sie bekommt den Namen „Heilig Kreuz“, feierlich vom Paderborner Erzbischof Dr. Kaspar Klein eingeweiht.

Bis zum Beginn der Nazi-Herrschaft und des 2. Weltkrieges blühte das religiöse Leben in St. Josef. Die Kriegsjahre brachten viel Leid, Elend und Not über die Gemeindemitglieder und Ückendorf. Bei einem Bombenangriff in der Nacht zum 17. September 1942 wurden Pfarrhaus, Vikarie, das Antonius- und Vereinshaus von Brandbomben getroffen. Bei einem Fliegerangriff am 09. August 1943 wurden viele Fenster im Seitenschiff und im Chor unserer Kirche zerstört. Am 29. September 1943 brannte der Kirchturm bis auf den Grund aus. Dabei verbrannte auch die wertvolle Orgel, lediglich der Orgeltisch blieb verschont. Nachdem die Schäden an der Kirche notdürftig geflickt waren, flogen Bomberverbände am 06. November 1944 den größten Angriff auf Gelsenkirchen. In Ückendorf wurden das Gertrudisheim und die umstehenden Häuser völlig zerstört. Unsere Kirche wurde so schwer beschädigt, daß sie nicht mehr benutzt werden konnte, weil die meisten Kirchenfenster herausgerissen, Teile des Gewölbes eingebrochen und das Dach stellenweise völlig abdeckt war.

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Ein Neuanfang wird gewagt und alle fassen mit an

Nach Beendigung des Krieges war die materielle Not zwar noch lange nicht vorbei, aber die Menschen schöpften Hoffnung auf eine bessere Zeit. In St. Josef begannen wie überall in Ückendorf die Aufräumarbeiten. Man ging daran, die schweren Schäden an der Kirche zu beseitigen. Zu Ostern 1947 konnten die Glocken im Turm wieder geläutet werden. Nachdem das Gewölbe wiederhergestellt und ein Notdach errichtet worden war, konnte am 14. November 1948 die Gemeinde wieder ihre Pfarrkirche in Besitz nehmen und Gottesdienst feiern. Am Sonntag, dem 09. Dezember 1951, erklang zum ersten Mal die „neue“ Orgel, gebaut von der Firma Veith (ehemals Eggert) aus Paderborn.

Am 28. Juni 1952 starb im Alter von 79 Jahren Pfarrer Wilhelm Siebers, der seiner Gemeinde 36 lange Jahre als Seelsorger gedient hatte. Ihm folgte am 12. Oktober 1952 Pfarrer Erich Karthaus. Unter Pfarrer Karthaus wurde 1953 der Kirchturm (jetzt nur noch 54 Meter hoch) und das Kirchdach erneuert. Die Kirchturmuhr schlägt seit 1954. Im September wurde das 8 Zentner schwere Kreuz, von der Firma. W. Fuchtmann gefertigt, mit dem vom alten Kirchturm geretteten Hahn auf die Kirchturmspitze aufgesetzt.

Am 02. März 1956 starb Pfarrer Karthaus im Alter von 52 Jahren. Ziemlich schnell wurde für die große Gemeinde ein neuer Pfarrer bestellt. Bereits am 22. April 1956 fand die feierliche Einführung  von Pfarrer August Redeker durch den damaligen Weihbischof von Paderborn, Dr. Franz Hengsbach, statt. Pfarrer Redeker sollte 21 Jahre in Ückendorf bleiben.

Der neue Pfarrer setzte nicht nur die seelsorgerische Arbeit seines Vorgängers fort, sondern trieb auch den Ausbau der Pfarrkirche weiter voran. 1957 begann man mit den umfassenden Umbau- und Renovierungsarbeiten, u.a. bekam die Kirche neue Fenster, wobei die Chorfenster bis auf Altarhöhe heruntergezogen wurden; außerdem neue Seiteneingänge, teilweise neues Gestühl, und die Kirche erhielt einen frischen Anstrich. Das gesamte Chor wurde erneuert und mit Marmor ausgelegt. Mittelpunkt war aber der wuchtige Opferaltar mit dem herrlichen Tabernakel, der an die Stelle des alten Hochaltares trat. Die beiden Flügel des alten Hochaltares wurden rechts und links in das Chor eingelassen.

Am 01. Januar 1958 war das neue „Ruhrbistum“ Essen, aus Teilen der Diözesen Paderborn, Münster und Köln gegründet worden. St. Josef gehörte bisher zum Erzbistum Paderborn, jetzt zum Bistum Essen. Erster Bischof wurde Dr. Franz Hengsbach.

Am Osterdienstag, dem 08. April 1958, wurde der neue Hochaltar vom neuen Essener Bischof feierlich konsekriert und die Umbaumaßnahmen fanden damit ihren Abschluß.

Im Jahr 1970 wurde nach den Plänen des Ückendorfer Architekten Karl Heinz Rotthoff unsere Pfarrkirche renoviert, wobei immer noch vorhandene Kriegsschäden, aber auch Bergbauschäden zu beseitigen waren. Hinzu kam, daß durch das Konzil liturgische Veränderungen vorgenommen werden sollten. Im einzelnen wurden die Orgelempore aus Holz durch eine Stahlbetonkonstruktion ersetzt, der Turm versteift, Gewölbeschäden beseitigt, der Fußboden erneuert und mit einer Fußbodenheizung versehen, die Kirche neu verputzt und frisch gestrichen.

Auffälligste Veränderung waren aber die völlige Neugestaltung des Hauptportals mit der Öffnung des oberen Fensters und die Versetzung des Opferaltares in die Vierung, so daß der Priester den Gottesdienst zum Volk zelebrieren konnte. Damit verbunden war, daß die alte Altarplatte zu einer Tabernakelstele umgestaltet wurde. Der erste Gottesdienst in der „neuen“ Kirche konnte am 27. März 1971 gefeiert werden.

Am 06. März 1977 wurde Pfarrer August Redeker nach 21 Jahren Pfarrer von seiner Gemeinde verabschiedet. Er zog nach St. Laurentius GE-Horst, wo er am 06. April 1985 sein goldenes Priesterjubiläum feiern konnte. Er starb am 09. März 1987 und ist auf der Priestergruft des Friedhofes Horst Süd begraben.

Nur wenige Tage nach der Verabschiedung des alten Pfarrers wurden am 13. März die neuen Pfarrgeistlichen Pater Josef Tobolski als Pfarrer und Pater Stephan Kolodzej als Kaplan eingeführt. Unser Bischof nahm die Gelegenheit wahr, die Einführung persönlich vorzunehmen.

 

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Im Frühjahr 1979 wurde der „kleine Turm“, auch Dachreiter genannt, vollständig renoviert. Das neue Turmkreuz wurde in der Karfreitags Liturgie am 13. April gesegnet und am 25. April 1979 aufgesetzt. In der vergoldeten Kugel unterhalb des Kreuzes hatte der Architekt K. H. Rotthoff eine Kupferflasche mit einer Urkunde einlöten lassen. Diese Urkunde war übrigens vorher von Herrn Rotthoff nach Rom zum hl. Vater geschickt worden, mit der Bitte um einen Segensgruß. Diese Bitte wurde erfüllt und das Begleitschreiben wurde ebenfalls in die Kupferflasche eingelötet.

Die Urkunde in der Kupferflasche enthält den nachfolgenden Text:.

 

Urkunde im Dachreiter

Die Urkunde in der Kupferflasche enthält diesen Text -  im Original handschriftlich in der Schriftart Fraktur geschrieben, hier zur besseren Lesbarkeit in "normaler" Schrift.

Crux fidelis, inter omnes Arbor una nobilis; Nulla silva talem profert fronde, flore, germine: Dulce lignum, dulces davos, Dulce pondus sustinet.

Rahmenstrophe aus der Kreuzverehrung des Karfreitages

Im Jahre des Heils,

als Johannes Paul II. Papst
Joseph Kardinal Höffner Metropolit
Dr. Franz Hengsbach Bischof von Essen
Josef Hütte Propst an St. Augustinus Gelsenkirchen
Pater Josef Tobolski OFM Pfarrer an St. Josef Ückendorf war,

als Walter Scheel Präsident der Bundesrepublik Deutschland
Helmut Schmidt Kanzler der Bundesrepublik
Johannes Rau Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Werner Kuhlmann Oberbürgermeister von Gelsenkirchen war,

wurde dieses Kreuz am Karfreitag, den 13. April 1979 während
der Karfreitagsliturgie vom Pfarrer gesegnet und am Mittwoch,
den 25. April auf dem Vierungsturm aufgesetzt.

 

Mit den Unterschriften von:

    • Pater Josef Tobolski OFM, Pfarrer
    • Ch. Vogedes, stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes
    • Dr. Jutta Grütters
    • Paul Jaschinski
    • Alfons Ammeling
    • Klaus Rassmann
    • Bernhard Brune
    • Franz Reinhardt
    • Ludwig Barheier
      als Mitglieder des Kirchenvorstandes

    • Karl-Heinz Rotthoff, Architekt

    • Willi Fuchtmann
      Michael Fuchtmann
      Wilhelmus et Michael Fuchtmann hanc crucem ficerunt.

Die Übersetzung der Kopfleiste dieser Urkunde entspricht dem folgenden Text:

Heiliges Kreuz, du Pfand des Heiles, Baum, von allen hochgeehrt, keiner glich dir je an Blättern, schönen Blüten, edler Frucht. Liebes Holz, du hast gehalten liebe Nägel, liebe Last.

Bevor Pater Josef am 04. Juli 1993 die Gemeinde verließ, standen seine Nachfolger schon fest. Mit Wirkung vom 05. Juli 1993 hat unser Bischof, Dr. Hubert Luthe, den polnischen Minoritenpater Leo Rawalski OFM conv. zum neuen Pfarrer an St. Josef ernannt. Mit ihm nahmen Pater Henryk Sofinski als Kaplan, und Pater Adam Kalinowski als Subsidiar ihren Dienst in St. Josef auf. In einem festlichen Gottesdienst am 26. September 1993 wurden sie vom Dechanten Edmund Ernst in ihr Amt eingeführt. Bei der anschließenden Begegnung war unser Pfarrsaal bis auf den letzten Platz gefüllt.